Solarenergie

Photovoltaik:

Nettostromverbrauch (2010): 8 %

Endenergieverbrauch (2010): 2 %

Die Gesamtleistung der in Thüringen installierten Anlagen liegt heute bereits bei 1,1 GWp. Bis auf die Rohsiliziumproduktion ist die gesamte Wertschöpfungskette in Thüringen vertreten. Der Freistaat ist durch seine gut vernetzten und anwendungsnahen Forschergruppen stark aufgestellt, sodass sich die Branche auf zukunftsweisende Smartgrid-Lösungen und Gebäudeintegration ausrichten kann.5

Photovoltaik

Ein zentraler Aspekt im Bereich der Photovoltaik ist, dass in der Vergangenheit nicht nur ein wesentlicher Teil des Stroms aus Erneuerbaren Energien bereits erzeugt wurde, sondern auch eine gute Infrastruktur und Fachkräfteausbildung aufgebaut werden konnte. Um dieses Know-how in unserem Bundesland zu halten bzw. auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken, wird eine gezielte Wirtschafts- und Forschungsförderung betrieben.5

Entwicklung des PV-Markts in Thüringen
Abb.: Entwicklung des PV-Markts in Thüringen

Trotz der gezielten Wirtschafts- und Forschungsförderung ist die Entwicklung des Photovoltaik- Markts in Thüringen rückläufig. Wie das Diagramm zeigt haben sich nach 2012 die neu installierten Leistungen stark reduziert. Gründe für Reduzierung sind u.a.:

  • Poltische Auswirkungen → Reduzierung der staatlichen Förderung
  • Wirtschaftliche Auswirkungen → Preisdruck auf dem Weltmarkt (Der chinesische Markt erzielt Dumping Preise, weshalb viele Produktionsstätten in Deutschland schließen müssen.)5

Solarthermie

Ein wesentlicher Aspekt bei der Anwendung solarthermischer Anlagen ist die Nähe zu den Abnehmern, um die Wärmeverluste möglichst gering zu halten. Aus diesem Grund wird Solarthermie meist im Privatkundensegment angewandt.

In Thüringen existiert eine Vielzahl an Unternehmen, die im Bereich Solarthermie tätig sind. Es gibt  eine Vielzahl von Thüringer Unternehmen im Bereich Projektierung und Installation, die die privaten Haushalte  bedienen. Das produzierende Gewerbe der Branche ist dagegen weniger stark ausgeprägt. Im Freistaat existierten 2012 im produzierenden Gewerbe 12 Unternehmen, von denen  die Hälfte der Unternehmen als Hersteller von Endprodukten aktiv ist. Daneben sind  fünf Unternehmen am Standort Thüringen als Zulieferer in der Solarthermie tätig. In der Thüringer Solarthermie-Branche wurden in 2012 46 Mio. Euro umgesetzt, wobei sich die Beschäftigtenanzahl auf 279 belief.

Solarthermische Anlagen werden auch neben der bundesweiten Subventionierung durch den Frei-staat Thüringen gefördert. Ein Beispiel ist das Förderprogramm „Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen“. Im Rahmen dessen wird vom Land ein Zuschuss  für die Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen gewährt. U.a. werden dabei  Maßnahmen zur CO 2 -Minderung, zur Energieeinsparung sowie zur Nutzung Erneuerbarer Energien mitfinanziert.  Generell  dürfen  sowohl natürliche als  auch juristische Personen des privaten  und öffentlichen Rechts als Eigentümer und sonstige Verfügungsberechtigte der Mieteinheiten  Förderanträge stellen. Die Förderung wird in Form eines Darlehens ausgegeben, wobei das Darlehen zur Nutzung Erneuerbarer Energien bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Baukosten betragen  kann (Maximum 40.000 Euro je geförderter Mietwohnung). Die Inanspruchnahme dieser Förderung ist jedoch nicht  in Kombination mit anderen Fördermaßnahmen des Landes Thüringen möglich.5