„Erneuerbare Energien und Energiespeicherung“

Ansatzpunkte für Thüringen in der Legislaturperiode 2014-2019

Am 14.09. 2014 wurde in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Anlässlich dieser Wahl hat der ThEEN-Vorstand die Schwerpunkte im Bereich Erneuerbare Energien und Energiespeicherung formuliert, die er in der Legislaturperiode 2014-2019 sieht:

Erarbeitung eines Energiekonzeptes für Thüringen mit konkreten Zielen und Projekten (Konzept für das Thüringer Energiesystem der Zukunft)

  • Vision für Thüringen: Thüringen zu 100% Erneuerbar bis 2030 – Stufenkonzept
  • „Vom Stromimporteur zum regenerativen Eigenversorger“

Umsetzung von Demonstrations- und Pilotprojekten, z.B.:

  • Konzepte Erneuerbare Energien und Energiespeicherung für Großprojekte (z.B. Multifunktionsarena, ICE-City, iba Thüringen, BUGA)
  • Kombikraftwerke
  • Förderung der Ansiedlung von Grünen Ideen bei Firmen(-gründern)
  • Förderung von Bürgerinitiativen zur dezentralen Energieerzeugung (Beispiel Stadtwerke Jena, Energiedörfer)
  • Öffentliche Liegenschaften sollten zu Vorzeigegebäuden werden (z.B. energetische Sanierung, Stromverbrauch, Elektrotankstelle usw.) – z.B. könnten Energieeffizienzmaßnahmen prozentual vorgegeben werden
  • Einsatz von thermischen Speichern
  • Gebäude- und Energietechnik: Steuerungstechnik bei komplexen Energieanlagen

Begleitende Kommunikationsstrategien bei Modell- und Großprojekten (z.B. Pumpspeicher, Tiefengeothermie, Direktmethanisierung – Power-to-Gas)

Erhöhung der Bundes- und Landesmittel für Forschung, Entwicklung und Produktion

Schnelle Teilfortschreibung der Regionalpläne für den Energiebereich (insb. WIND)

Ansiedlungsstrategie für Unternehmen der Erneuerbaren Energien, Systemtechnik, Speicherung (zur Schließung der Wertschöpfungsketten)

Erhöhung der regionalen Wertschöpfung aus (dezentralen) Erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen in Thüringen

Förderung der Nutzung des EE-Eigenverbrauches

Entwicklung des Erneuerbaren Wärmemarktes in Thüringen

  • Zuschüsse für Endverbraucher in Form von anteiligen Kostenerstattungen auf Gerätepreise beim Einsatz innovativer Technologien (Brennstoffzellen, Mikro KWK Anlagen, Thermische Speicher, Elektrische Speicher), z.B. Nordrhein Westfalen
  • Oder ThEEWärmeG
  • Start von Pilotprojekten zum energetischen Sanieren im Wohnungsbau, bezogen auf Sanierung von Wärmeerzeugern und Wärmeüberträgern (nicht Dämmung)
  • gezielte Beratung im ländlichen Raum zu effizienten Wärmenutzungskonzepten zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Wärmebereich (inkl. Förderung der Erarbeitung dieser Konzepte und deren Umsetzung)

Umsetzung eines Thüringer Klimaschutzgesetzes (ThKlSchG) mit verbindlichen Zielen und Anpassung aus Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsstrategie und konkreten Maßnahmenvorschlägen 

Integration von Energie- und Klimaschutzaspekten in Stadtentwicklungskonzepte, z.B. kommunale Wärmekonzepte auf Basis Integrierter Stadtentwicklungskonzepte (INSEK)

Regenerative Energieversorgung (inkl. Energieeinsparung und –effizienz) als Daseinsvorsorge der Kommunen/Gemeinden (Unterstützung in Form von Beratungsangeboten und personeller Ausstattung notwendig)

Ausbau und Stärkung der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) als Agentur der Landesregierung (personeller Ausbau, Unterstützung von Bau-, Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium)

Weitere Förderung der Bioenergie als unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende auf der Grundlage des Thüringer Bioenergieprogramms 2014

Nutzung der positiven Effekte des Ausbaues der Wasserkraft an vorhandenen Staustufen für die Landesfinanzen. (Die Kosten für Wehrsanierungen, Fischauf- und abstiege werden von den Betreibern der Wasserkraftanlagen und nicht vom Steuerzahler getragen.)

Realistische Bewertung des Wasserkraftausbaupotentials in Thüringen, frei von ideologischen Einflüssen mit sachlicher Bewertung des Gefährdungspotentials der Fischpopulation durch die Wasserkraftnutzung und Umsetzung sinnvoller ökologischer Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Kraftwerksbetreibern.

Geothermie

  • Ergänzung des 1.000-Dächer Programms zugunsten des Ausbaus der Solarthermie um den Baustein Geothermie zu ergänzen.
  • Trinkwasserschutzzonen auf reale Notwendigkeiten zurückführen