ThEEN Stellungnahme zum EEG 2016 Referentenentwurf des BMWi

Zum EEG-Referentenentwurf haben das Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) e.V. und seine Spartenverbände (Arbeitsgemeinschaft Thüringer Wasserkraftwerke e.V., Bundesverband WindEnergie e.V. - Landesgruppe Thüringen, Erdwärme Thüringen e.V., Fachverband Biogas e.V. - Regionalbüro Ost, SolarInput e.V.) beim Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Stellungnahme eingereicht. In Kürze die Kernforderungen:

  • EEG sollte unterstützen, die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen (mit Entwurf nicht erreichbar).
  • Bürgerengagement und Mittelstand sollten gestärkt und nicht geschwächt werden.
  • Generelle Privilegierung des EE-Eigenverbrauchs weiter ausbauen (Abschaffung EEG-Umlage auf Eigenverbrauch).
  • Aufhebung Doppelbelastung bei Speichern wird begrüßt

Windenergie

  • starke Beschneidung bei der Windenergie, weitere deutsche Technologieführerschaft (nach PV) in Gefahr
  • Ausschreibungsmenge mindestens 2.500 MWE (Ausbaukorridor Wind)
  • Marktwirtschaftliche Ermittlung nicht mit Festlegung des Höchstpreises umsetzbar

Photovoltaik

  • Begrüßt, dass 52 MW-Deckeln gestrichen und dass PV-Anlagen unter 1 MW von Ausschreibungen ausgenommen
  • Ausschreibungsvolumen mindestens 1 GW, da Zielkorridor PV seit 2 Jahren verfehlt

Bioenergie

  • Ausbaupfad 100 MW netto, Ausschreibungsverfahren mit Staffelung nach Größen- und Einsatzstoffklassen im Gesetz regeln
  • Klare EEG-Anschlussregeln für alle Bioenergietechnologien
  • Potenzial für Bioenergie als Ausgleichsenergie nutzen (Flexibilitätsoption)

Geothermie

  • Kopplung Degression an tatsächlichen Zubau der installierten Leistung

Wasserkraft

  • Ein positives Signal, dass keine Ausschreibungen für Wasserkraftanlagen eingeführt werden sollen.
  • Flexibilität von Wasserkraft durch die Ausdehnung der Flexibilitätsprämie für bestehende Anlagen mehr nutzen

Grünstromverordnung

  • Vorgeschlagenes Modell wird abgelehnt, senkt Transparenz der Herkunftsnachweise und ist sehr bürokratisch und aufwendig

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier als PDF-Datei zum Download