Quelle: ThEEN

ThEEN / CIRCLE CleanTech Cluster unterstützt künftig innovative Wassertechnologien

Beim ThWIC-Retreat am 15. September in Jena wurde deutlich, welches Potenzial innovative Wassertechnologien bieten – und gleichzeitig, wie groß die Herausforderungen für Unternehmen, Kommunen und Forschung noch sind.

Bildquelle: ThEEN 2026, v.l.n.r.: Prof. Dr. Michael Stelter (Fraunhofer IKTS, ThEEN/CIRCLE-Vorstand), Staatssekretär Mario Suckert (TMWLLR), Dr. Jana Liebe (ThEEN / CIRCLE), Dr. Robert Möller (CABKA GmbH & Co. KG, ThEEN/CIRCLE-Vorstand)

Wasser ist längst mehr als eine Frage der Daseinsvorsorge. Es ist kritische Infrastruktur, Produktionsfaktor und eine zentrale Ressource für eine nachhaltige industrielle Wertschöpfung.

Ein zentraler Gedanke zog sich durch die Diskussionen: Nachhaltiges Wassermanagement ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Schadstoffe sollten möglichst gar nicht erst ins Abwasser gelangen, Wasserkreisläufe müssen stärker geschlossen und Wasser entsprechend der tatsächlich benötigten Qualität eingesetzt werden. Gerade für die industrielle Anwendung ergeben sich große Potenziale mit neuen Technologien. Im Fokus stehen zunächst insbesondere die Nahrungsmittel-, die Pharma- und die chemische Industrie – Branchen mit hohem Wasserbedarf und gleichzeitig guten Ansatzpunkten für neue Technologien und Geschäftsmodelle.

Die Gespräche unserer Geschäftsführerin Dr. Jana Liebe mit Unternehmen und Experten wie Benedikt Ney (Zahnen Technik GmbH), Dr. Anita Haupt (DAS Environmental Expert GmbH), Dr. Robert Möller (Analytik Jena GmbH + Co. KG), Fabian Weigert (HYDAC Group), Christiane Günther (Rauschert-Tec Group) sowie aus Forschungseinrichtungen (Fraunhofer IKTS, Friedrich-Schiller-Universität Jena etc.) haben auch gezeigt, wo heute noch Hemmnisse liegen: regulatorische Unsicherheiten – beispielsweise beim Water Re-use –, innerbetriebliche Prozesse, Investitionskosten sowie fehlende Standardisierung. Wasserlösungen sind zudem selten „one size fits all“. Entscheidend ist, Technologien konsequent an Bedarfen, benötigten Wasserqualitäten und konkreten industriellen Prozessen auszurichten.

Genau hier wollen wir mit dem CIRCLE CleanTech Cluster ansetzen: Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technologieentwicklung und öffentlicher Hand zusammenbringen, Innovationen schneller in die Anwendung bringen und daraus messbare Wertschöpfung für Thüringen und Deutschland entwickeln.

Dazu gehören für uns auch:

  • Sichtbarkeit Thüringens als Technologieregion auf Bundes- und europäischer Ebene
  • Vernetzung mit Initiativen regional, national, international
  • Weiterbildung und Qualifizierung
  • die Entwicklung geeigneter Erfolgsindikatoren
  • sowie eine starke Kommunikation erfolgreicher Lösungen und Referenzprojekte.  

Unser Leitgedanke bleibt dabei klar: Innovation muss zu Wertschöpfung führen. Sowohl Umweltstaatssekretärin Karin Arndt (Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten) wie Wirtschaftsstaatssekretär Mario Suckert (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum) betonten, dass sowohl Wasser als auch Energie wesentliche Standortfaktoren für Bevölkerung und Industrie sind. Deshalb werden Wassertechnologien mit Energie- und Kreislauftechnologien künftig ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit im CIRLCE CleanTech Cluster sein.

Bildquelle: ThEEN 2026, v.l.n.r.: Dr. Jana Liebe (ThEEN / CIRCLE), Staatssekretärin Karin Arndt (TMUENF), Anika Kirschstein (ThWIC)