Die Branche braucht verlässliche Rahmenbedingungen: Diskussion zu Biogas auf Biogasanlage Grabsleben
Gestern wurde in einem Hintergrundgespräch mit Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (TMUENF) auf der Biogasanlage Grabsleben die Zukunft von Biogas im Freistaat diskutiert, gemeinsam mit Vertretern des Fachverbands Biogas, Anlagenbetreiber, ThEEN, des Thüringer Bauernverbands und Landtagsabgeordnete. Im Mittelpunkt stand ein intensiver und konstruktiver Austausch über die Zukunft von Biogas und die dringend notwendigen Nachbesserungen am geplanten EEG.
Die Botschaft des Fachverbands Biogas ist klar: Biogasanlagen liefern flexibel Strom, Wärme und Biomethan, stärken regionale Wertschöpfung, schließen Stoffkreisläufe und tragen zur Versorgungssicherheit bei. Dafür braucht die Branche verlässliche Investitionsbedingungen, praxistaugliche Regelungen für Bestands- und Neuanlagen sowie bessere Rahmenbedingungen für Flexibilität, Netzanschlüsse und Speicherlösungen.
Einigkeit bestand darüber, dass die Thüringer Biogasstandorte erhalten und ihre Potenziale für eine sichere und erneuerbare Energieversorgung künftig weiter genutzt werden. Es wurde über eigene, praxisnahe Nutzungskonzepte und Zukunftsperspektiven für Biogas und Biomethan in Thüringen diskutiert.
Die Anlage der GraNott Gas GmbH in Grabsleben kann zurecht als Leuchtturmprojekt in Thüringen bezeichnet werden. Sie wurde 2010 in Betrieb genommen und gilt als größte flexibel betriebene Biogasanlage Thüringens. Dabei setzt sie auf eine breite Vielfalt an Ausgangsstoffen und verbindet so flexible Energieerzeugung mit Reststoffverwertung, Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung.
ThEEN lud im Auftrag des Fachverbands Biogas zu diesem Hintergrundgespräch ein.