Quelle: ThEEN e.V./maxx solar

Strom spenden in Afrika

Online-Plattform und Überwachungssystem von maxx solar vereinfacht Investition in Energieprojekte

Eine Online-Plattform ermöglicht die Förderung von Erneuerbaren Energieprojekten in Simbabwe und dem südlichen Afrika. Technologische Weiterentwicklungen können beispielsweise die Fernüberwachung von Projekten sowie die Spenderbindung verbessern und sollen interessierten Organisationen zur Verfügung gestellt werden.

Seit 2018 verfügt das Missionskrankenhaus Karanda in Simbabwe über eine Photovoltaik-Anlage der südafrikanischen Tochtergesellschaft des Thüringer Unternehmens maxx solar. Der Wert dieser Anlage ist bereits nach wenigen Monaten deutlich zu erkennen: „Während das ganze Land immer wieder mit Stromausfällen zu kämpfen hatte, blieb das von uns ausgestattete Hospital durchgängig mit Strom versorgt und diente als zuverlässige Anlaufstelle für die Menschen,“ berichtet Vivien Blümel, zuständige Projektleiterin bei maxx energy. Die Besonderheit des Projektes ist, dass es durch Crowdfunding und Spenden finanziert wird.

Eine Online Plattform, die maxx-Blockchain, brachte und bringt Investoren und Spender aus Deutschland zusammen und liefert gleichzeitig Informationen über die Leistung der Anlage und den anteilig produzierten Strom. Die Technologie der Blockchain ist mit einer digitalen Geldbörse zu vergleichen, die internationalen Geldtransfer ohne Bargeld ermöglicht. In so genannten „Smart Contracts“ werden Zahlungsbedingungen festgelegt, um Transparenz bei Transaktionen zu schaffen und Betrug oder Korruption auszuschließen. Außerdem wird die Stromproduktion der gespendeten Anlage in der Blockchain dokumentiert, sodass die Zuwender langfristig verfolgen können, wie ihre Spende genutzt wird.

Seit der Inbetriebnahme wurden die Technologien weiterentwickelt, sodass inzwischen ein umfangreiches Monitoring der Vorgänge und eine noch zuverlässigere Fernüberwachung und Nachweisbarkeit der Spenden möglich sind. Weitere Neuerungen, wie zum Beispiel ein SMS-Benachrichtigungsdienst, sind in Erarbeitung.

Ziel ist es, die Förderung von internationalen Energieprojekten möglichst transparent und nachvollziehbar zu gestalten: Der durch Spenden produzierte Strom wird in Echtzeit gemessen und die Resultate den Förderern unmittelbar zur Verfügung gestellt. Die Messtechnik lässt sich neben Photovoltaik auch auf Wind- oder Wasserkraftanlagen und mit einigen Anpassungen auch auf Wasseraufbereitungsanlagen anwenden.

„Innovative Unternehmen wie maxx solar befördern und sichern mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Energiewende und Stromversorgung in Afrika“, betont Jana Liebe, ThEEN-Geschäftsführerin.

Beim Deutschen Fundraising Kongress am 10. Mai 2019 sind die vorgestellten Technologien auf großes Interesse gestoßen. „Gerne möchten wir die Software auch anderen Unternehmen, Organisationen und vor allem NGOs zur Verfügung stellen, damit Förderprojekte im Bereich Erneuerbarer Energien noch schneller, besser und zuverlässiger umgesetzt werden können,“ so Dieter Ortmann, Geschäftsführer von maxx solar und maxx energy.

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